Über mich

Das ist die Verrückte, die deine Unterwäsche schneidert und für dich Schnittmuster ebooks entwickelt.

 

 

Aber wie kam sie nur dazu?

 

Schon als Kind hat sie pausenlos gebastelt und genäht. Als sie mit 16 nach einer schier endlos scheinenden Shoppingtour nicht das Kleid fand, was sie gerne für eine Hochzeit tragen wollte, hat sie ihre Mutter damit beauftragt es für sie zu schneidern. Doch das reichte ihr schnell nicht mehr. Sie wollte selber an der Nähmaschine sitzen.

 

 

Nach einem Schülerpraktikum in einem Modeunternehmen war sie schließlich Feuer und Flamme und hat ein Kleidungsstück nach dem Anderen an der Nähmaschine ihrer Mutter gezaubert. Doch auch hier stieß sie an die Grenze, dass sie nicht all ihre Ideen umsetzen konnte, weil das Fachwissen in der Schnittentwicklung fehlte.

 

 

So kam sie dann zum Studium der Bekleidungstechnik an der Hochschule Niederrhein. In ihrer Freizeit nähte sie inzwischen auch Kleider und Röcke für Freundinnen, unter Anderem sogar das Brautkleid ihrer Schwägerin. Ein Traum ging in Erfüllung. Das Studium bereitete ihr sehr viel Spaß und sie belegte alle möglichen kreativen Kurse von Modeillustration, über die Modellrealisation von Kinderbekleidung bis zum alles verändernden Damenwäschekurs. 


Sie wünschte sich, dass der Kurs über die Modellrealisation von Dessous nie wieder endet, doch leider tat er das nach einem halben Jahr. Danach folgte eine Studienarbeit über BH-Produkttypen und der Realisation eines Triangel-BHs. Schließlich sollte das finale Praxissemester folgen, doch sie entschloss sich das Praxissemester nach ihren eigenen Wünschen zu gestalten. Der Sprung in die Selbstständigkeit. BRA&BEE wurde geboren. 

Meine Vision

Ich erschaffe eine Welt, in der Frauen ihren Körper feiern, lieben und wertschätzen. Ganz ohne Schönheits-OP.

Meine Geschichte zur Dessous Schneiderin

Hätte mir vor 5 Jahren jemand eine kostenlose Brust-OP angeboten, ich hätte vielleicht sogar ja gesagt. Heute: NO WAY.

 

Wie konnte es nur dazu kommen?

 

Es gab Zeiten, da waren Triangel-BHs noch nicht so in Mode. Da gab's keine BHs für kleine Brüste. Inzwischen gibt es zwar ein paar Label, die sich darauf spezialisiert haben, aber in den großen Modeunternehmen werden Randgrößen natürlich weiterhin unbeachtet gelassen. Das führt dazu, dass man als Frau den kleinsten (oder größten) BH anprobiert und sich absolut schlecht fühlt, weil einem selbst diese Größe nicht passt. Scham, Peinlichkeit, das Gefühl nirgendwo reinzupassen. Weder in den BH, noch in die Gesellschaft.

 

 

Ich habe mich geschämt für meine kleinen Brüste. Ich dachte ich wäre keine richtige Frau mit kleinen Brüsten. Eben das, was man überall zu lesen bekommt: nur "echte" Frauen haben Rundungen. Bodyshaming at it's best.

 

Ich wollte auch nicht keinen BH tragen. Ich wollte mich fraulich und weiblich fühlen. Ich wollte selber entscheiden, ob ich einen BH tragen möchte und wenn ja, dann sollte er passen und mich schön fühlen lassen. Also folgten ewig lange Shoppingtouren, die dazu führten, dass ich mir BHs kaufte, bei denen die Bügel drückten und die Cups und das Band zu weit waren, sodass der BH rutschte, sobald ich meine Arme hebte. Fühlt sich außerdem unglaublich toll an, wenn noch Luft im Cup ist und die Brüste beim Vorbeugen halb rausfallen.

 

Das alles konnte nur dazu führen, dass ich meine Brüste nicht lieben konnte. Dass die Aussicht auf größere Brüste all meine Probleme in Luft auflösen könnte.

 

Aber zum Glück bin ich einen anderen Weg eingeschlagen. Den Weg der Selbstliebe.

Meine Leidenschaft fürs Nähen und Schnitte machen war schon da. Dann habe ich herausgefunden, dass man BHs sogar selber nähen kann. Nur gab es Deutschland so gut wie gar keine Infos über BH-Schnittmuster und Materialien. All meine Hoffnung lag darin an dem Unterwäschekurs meiner Hochschule teilnehmen zu können. Ich hatte Glück und war Eine der Ausgelosten. Mein Los zur Lebensveränderung.

 

Dann fand ich auch immer mehr englischsprachige Informationen zum Thema BH nähen und sog alles Wissen rund um Unterwäsche Schnittmuster, Nähtechniken, Materialien und Brafitting auf. Mein größtes Vorbild ist bis heute Beverly Johnson.

 

Dann kam der erste niederschmetternde Moment. Mein erster Probe-BH war eine Katastrophe! Sofort waren wieder alle Gedanken am Start, dass es unmöglich sei für meine Brüste einen passenden BH zu nähen. Doch dann Schritt für Schritt entwickelte sich der 1. passende BH. Wie eine zweite Haut fühlte er sich an oder besser gesagt spürte ich ihn gar nicht mehr beim Tragen.

 

Ich fühlte mich wohl und glücklich - mit einem BH! Mein Gedanke war: Das muss jede Frau erleben dürfen. Da mich außerdem die Arbeit der Schnittgestaltung im Bereich der Unterwäsche unglaublich erfüllte, kam für mich beruflich keine andere Branche mehr in Frage.

 

Ich brauche keine Schönheits-OP mehr. Ich liebe meine Brüste. So wie sie sind. Und ich möchte, dass es nicht nur mir so geht, sondern ganz vielen weiteren Frauen da draußen.

 

Deshalb mache ich passende Dessous zum Wohlfühlen und selbst Verführen.