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Meine 7 Inspirationsquellen als Modedesignerin

„Woher nimmst du all deine Inspiration?!“ Eine Frage, die mir oft gestellt wird und für die ich manchmal immer noch eine klare Antwort suche. Inspiration kann man nicht einfach so aus dem Hut zaubern. Ganz im Gegenteil – für kreative Einfälle braucht es einen Moment von „ich muss gar nichts tun“. Rückblickend lassen sich aber doch ein paar klassische Inspirationsquellen für viele meiner kreativen Arbeiten zusammenfassen:

Dieser Blogartikel enthält Werbung, da ich Marken nenne. Ich bin keine Kooperation mit einer der genannten Marken eingegangen.

1) Monotonie

Foto von Jeremy Bishop auf www.unplash.com

Die allerwichtigste Zutat für den kreativen Prozess ist Monotonie! Alle weiteren Inspirationsquellen, die ich hier nenne bringen nichts, wenn der Moment der Zeitlosigkeit ausbleibt. Für mich sind die folgenden Inspirationsquellen nur die Vorbereitung für die Realisation des Designs. Für die Realisation braucht es innere Stille, Flow und Außenreizreduzierung. Also mach das Handy und alle anderen Benachrichtigungen aus und nimm dir Zeit um nichts zu erreichen. Geh Duschen, in die Natur, mach Sport, höre einfach nur Musik, die dich entspannen lässt oder mache etwas ähnliches, was für dich am besten passt.

2) Stoffe, Spitzen, Nähzubehör

Ich liebe es ins Stoffgeschäft zu gehen und mir einfach nur vorzustellen, was man aus dem ein oder anderen Stoff am besten nähen könnte. Fürs Unterwäsche Nähen muss ich leider meistens online bestellen, aber inzwischen habe ich mir einen kleinen Bestand an Zutaten aufgebaut, sodass ich auch dafür in Spitzen und Zierlitzen schwelgen kann. Dazu drapiere ich auch gerne die Stoffe und Spitzen an meiner Schneiderbüste um ein Gefühl für den Einsatz der Spitzen-Bogenkanten zu bekommen.

3) Pinterest und Instagram

Foto von rawpixel auf www.unplash.com

Auf Instagram lasse ich mich gerne spontan von anderen Näherinnen oder Modelabels inspirieren. Meist ist es so, dass mir ein Schnitt total gut gefällt, ich aber noch ein paar Details ändern würde oder ich sehe ein tolles Detail, welches ich auf andere Art und Weise in ein neues Kleidungsstück einbauen möchte. Bei Pinterest ist die Suche etwas gezielter. Da habe ich dann schon eine grobe Idee im Kopf und suche nach ähnlichen Umsetzungen, um die Idee konkreter aufs Papier bringen zu können. Ich suche mir dann aus den angezeigten Bildern unterschiedliche Details raus und füge sie zu meiner Vorstellung zusammen.

4) Filme, Bücher und Zeitschriften

Es gibt kaum einen Film, in dem ich nicht irgendein großartiges Kleidungsstück entdecke und es am liebsten auch haben will. In der Umsetzung kommen dann meist noch andere Materialien dazu und der Entwicklungsprozess nimmt seinen Lauf, sodass letztendlich doch etwas Neues, aber ebenso Wunderschönes entsteht. In Mode-Büchern und -Zeitschriften gibt es auch immer wieder das ein oder andere Schätzchen zu entdecken. Vor allem ein Blick in Bücher über Modegeschichte lohnt sich! Besonders spannend für mich ist da natürlich auch die historische Entwicklung der Unterwäsche. Was wurde damals an Unterröcken für die besonders voluminösen Kleider benötigt und wie wurde es im Laufe der Jahre immer reduzierter?

5) Mode- und Kreativblogs

Foto von Clarke Sanders auf www.unplash.com

Inzwischen gibt es so viele Nähblogs und ich schätze jeder von euch hat da so seine Lieblingsblogs gefunden. Mein Lieblingsblog zum Thema Unterwäsche ist von Emerald Erin. Ich finde aber auch die Menschen, die dahinter stehen immer sehr spannend. Denn einen Stil kann man nicht kopieren, man kann sich nur davon inspirieren lassen.

6) Gespräche

Foto von Priscilla du Preez auf www.unplash.com

Vor allem Gespräche über Unterwäsche können sehr spannend sein! Denn die wenigsten reden verständlicherweise im Alltag darüber, was sie unten drunter tragen. Dann mal einen Einblick zu bekommen, was wem gefällt ist aufregend und inspirierend. Aber ich bekomme in Gesprächen auch immer wieder mit, was an Kleidungsstücken praktisch ist und geliebt wird und was nicht.

7) Draußen sein und Reisen

Foto von Jens Johnsson auf www.unplash.com

Egal ob ein Spaziergang in der Natur, welcher Platz für neue Gedanken schafft oder Erledigungen in der Stadt, wo man anderen neuen, schönen Menschen und Dingen begegnet. Durch das Beobachten von anderen Menschen kommt man aus seiner eigenen Blase raus und sieht die Welt für eine Zeit mit anderen Augen. Andere Kulturen bilden ein Meer aus neuen Reizen, Farb- und Formkombinationen.

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